Fenster – mit uns seit Urzeiten

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Jeder hat Fenster in seiner Wohnung. Nur manche denken aber an die Geschichte dieser genialen Erfindung. Die ist aber viel spanender als wir uns vorstellen können. Fenster entstanden, als die Homo sapiens auf der Welt erschienen. Manche Lehmhütten der Urmenschen hatten ein Loch, durch das die Sonnenstrahlen fielen, um das Innere zu erhellen und um sie ein bisschen zu wärmen.

EUROPÄISCHE VS. AZJATISCHE FENSTER

Dieses Loch war das erste Fenster, das die Menschen erfunden haben. Es war natürlich weit vom Ideal entfernt. Nicht nur die Sonne drängte nämlich durch das „Fenster” ein, sondern auch die Kälte. Wenn es keinen Wind gab und die Luft nicht sehr kalt war, wurde in einer Hütte dank Fenster wärmer. Wenn es aber draußen zu kalt war, ließen diese Fenster diese frische, kalte Luft, hinein. Deshalb ist es den Urmenschen eingefallen, den für ihnen zugänglichen Stoff zu nützen. Sie füllten diese Fenster mit Holz aus, das sie im Überfluss hatten oder mit Leder, das ihnen übrig bleib, nachdem sie das Fleisch von einem Tier gegessen hatten. Solche Fenster konnten natürlich nicht geöffnet werden. Die Römer entdeckten, dass Glass sich perfekt für Fenster eignet. Durch Glas kann man sehen, was draußen passiert. Die Fenster der Römer ließen sich öffnen, um das Haus zu lüften.

In Korea, Japan und China wurden Fenster aus Papier gemacht. Für die Europäer ist das unvorstellbar, aber die Papierfenster waren für diese Länder ökonomisch viel günstiger als Glasfenster. Außerdem gibt es dort keine so großen Temperaturschwankungen, wie in manchen Regionen Europas. Es war also nicht notwendig, Fenster aus einem robusten Stoff zu produzieren.

VIELE FENSTERTYPEN IN EUROPA SEIT DEM MITTELALTER

            Nach der Zeit des Römischen Reiches kam in der Architektur den Stil, der als Romanik bezeichnet wird. Die sakrale Kunst war damals am wichtigsten. Die Fenster in den Kirchen waren rund und klein. Das waren nur Löcher in massiven, dicken Steinwänden. Sie hatten keine Scheiben drin. Später kam die Gotik. Für diesen Stil sind hohe, spitze Fenster charakteristisch. Vielfarbige Glasfenster erzeugten den Effekt der Pracht und Schönheit. Ja, das war die Blütezeit für Fenster, die nicht nur eine praktische, sondern auch eine ästhetische Funktion hatten. Auch in der Zeit des Barocks waren Fenster ein wichtiges Element der Architektur. Davon zeugen schöne Fensterfassaden mit Inkrustationen auf denen Pflanzen oder Tieren dargestellt wurden.

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Alu Fenster – nicht nur robust

Die Fenster aus Glas waren aber sehr teuer, deshalb wurden sie in größerem Umfang erst ab dem siebzehnten Jahrhundert genutzt. Glasfenster wurden damals natürlich nur in die Häuser der reichen Adeligen und in die Kirchen oder Gebäuden, in denen sich Prominenten gesammelt haben, wie Theatern oder Rathäusern, eingebaut. Heutzutage ist das etwas Normales – jeder hat Glasfenster in seinem Haus. Nur die Stoffe, die für die Herstellung der Fensterrahmen genutzt sind, sind unterschiedlich. Es gibt nämlich u. a. Holzfenster, Alu Fenster, Kunststofffenster, und viele andere. Alle haben aber etwas Gemeinsames – die Scheibe, die nicht mehr als eine Luxusware betrachtet wird, sondern als etwas Typisches für ein Fenster.