Hallo an alle!
Vor über 15 Jahren lernte ich meine Ex-Frau kennen. Sie war damals im 5. Monat schwanger aus einer früheren Beziehung (unverheiratet). Nach damaligem Recht hat sie auch die alleinige elterliche Sorge erhalten. Ein halbes Jahr nach der Geburt des Sohnes heirateten wir. Sie war wieder schwanger mit unserer gemeinsamen Tochter.
Recht bald entschieden wir uns, den Sohn einzubenennen und führten bis vor einem halben Jahr ein völlig normales Familienleben. Ich machte nie unterschiede, er war für mich ein ganz normaler Sohn, keine Vorteile keine Nachteile gegenüber seiner Schwester. Seinen leblichen Vater hat er nie kennengelernt, bis heute. Meine Ex-Frau hielt ihn auch durch eine Auskunftsspere beim Jugendamt auf Distanz, da es einen gewaltätigen Vorfall gab.
Mit etwa 7 oder 8 Jahren wurde "unser" Sohn auch eingeweiht, dass er noch einen lieblichen Vater hat, aber ihn hat es nicht sonderlich interessiert, denn er hatte ja einen "Papa".
Nun haben meine Ex-Frau und ich uns getrennt, da sie einen neuen Freund hat und mich verlassen wollte. Wir haben uns irgendwie zusammengerauft und alles einigermaßen getrennt (Haushalt, Finanzen). Nicht ganz abschließend, aber ist ok soweit.
Um die Kinder wollten wir uns nicht streiten. Sie hat die Kinder, ohne mich daran teilhaben zu lassen, befragt, wer mit wem in den neuen Haushalt ziehen möchte. Unsere gemeinsame Tochter (inzwischen 14 J.) möchte bei der Mama bleiben, "ihr" Sohn möchte bei "Papa", also mir bleiben.
Jetzt habe ich offensichtlich einen entscheidenden Fehler begangen, den ich bis heute zutiefst bereue:
Auf Grund meiner Arbeitssituation (Schichtdienst) und der Aussage "Wir wollen uns nicht um die Kinder streiten" habe ichzur Disposition gestellt, dass er vielleicht mit Mama mitgeht und in den Zeiten, wo es bei mir arbeitstechnisch klappt er jederzeit zu mir kommen kann. Alle waren mit einer offenen Umgangsform einverstanden und ich bezog auch eine sehr große Wohnung (4 Zi.), so dass beide Kinder hier ihr eigenes Zimmer beziehen können.
Schon bald nach der Trennung wurde die Freizügigkeit der Kinder zunehmend eingeschränkt. Zunächst konnten sie noch alle 14 Tage zur Mittagszeit an 5 Tagen nach der Schule zu mir kommen und auch an einer Übernachtung teilnehmen, um von hier aus auch zur Schule zu gehen. Auf Grund einer Lapalie (Sohn war eines morgens krank im Bett und ich entschied ihn nicht in die Schule zu schicken) durften sie nicht mehr zur Schulzeit bei mir übernachten.
Als nächstes wurden die Umgänge nach der Schule eingeschränkt und meine Ex-Frau beharrte auf eine 14tägige Wochenend-Regelung. Da die Kinder an den Wochentagen übermäßig mit Haushaltsaufgaben überzogen wurden, damit ihnen keine Luft mehr zum Atmen blieb, wollten sie es auch so. Denn nach der Schule erst bei Papa, dann aber nicht nach Hause kommen und Freizeit haben (Hausaufgaben wurden hier bei mir immer fertig gemacht), sondern im Haushalt wirbeln, sonst ist Mama wütend ist nachteiliger, als wenn sie nach der Schule direkt nach Hause fahren und die Haushaltsaufgaben ohne Aufsicht erledigen können und Hausaufgaben ungesehen machen können.
Inzwischen werden auch die ersten Wochenenden einfach mal ignoriert und die Kinder nicht zu mir gelassen.
Umgansrecht ist mir bekannt, habe zur "Fixierung" nun Rechtsberatung eingeholt und da läuft was, obwohl ich immer Anwälte und Gerichte herauslassen wollte. Das Jugendamt habe ich schon im Detail über alles unterrichtet, aber sie sind inzwischen Machtlos, da meine Ex
1. Beratungsresistent und
2. Kompromisslos ist.
Aber es ist ein viel gewichtigeres Problem entstanden:
Mein "sozialer" Sohn ( ich hasse den Begriff, obwohl er mir eher hilft :( ) möchte immer noch zu mir ziehen. Bei dieser nun alles anderen als offenen Umgangsform möchte ich es auch. Da ich denke, dass nur so endlich Ruhe in dieses Umgangshikhak einkehrt. Wenn mir meine Kinder sagen, sie möchten zur Mama, sie Besuchen, auch über mehrere Tage, dann ist mir das doch recht, was soll ich mich dagegen wehren. Bei meinem Sohn ist es doch nun eingetreten, er will da weg. Sie fühlen sich eingesperrt.
Sie setzt noch einen drauf, sie will aus dem Schuleinzugsbereich ziehen. Den Kindern steht ein Schulwechsel bevor.
Er hat hier Freunde und fühlt sich wohl an seiner Schule. Selbst seine Konfirmation hat sie nicht für nötig gehalten auszurichten, nichtmal der Gang in die Kirche war er ihr wert. Einen Monat vorher hab ich das erst erfahren, dank meiner Familie haben wir dem Kind zuliebe "...die Kohlen noch aus dem Feuer geholt".
Zeitweise sagte sie ihm, dass sie nichts dagegen hätte, wenn sie alle Verantwortung und Haftung dann nicht mehr hätte, wenn er etwas anstellt. Dann heißt es, sie sei nur damit einverstanden, wenn es ihr ein Richter sage (*lach* was ist da noch für ein Einverständnis erforderlich?)
15 Jahre war ich ihm ein Vater und bin es weiterhin, 15 Jahre wurde nie ein Unterschied gemacht zwischen leiblichen und sozialen Kindern (in unserer "Familie") aber diese Trennung sagt jetzt rechtlich etwas gaaanz anderes, das Kind hat "nur" ein Umgangsrecht, ...öhm sorry, nein, das Kind hat dieses Recht nichteinmal, ich habe es (wie grotesk). Die Mutter setzt das Kind für ihre Interessen ein, berücksichtigt alles nur nicht seine Wünsche. Spielt ihren Trumpf "alleiniges Sorgerecht" voll aus, um mir eins auszuwischen.
Ist das Gerechtigkeit? Dem Kind kann ich es nicht erklären. Könnt Ihr es?
§1682 BGB greift nicht, sie ist ja nicht gestorben. Gibt es irgendeinen klitzekleinen Faden, den ich greifen kann? Wonach könnte mir ein Richter die Personensorge übertragen? Mich vielleicht als Vormund bestellen?
Lieben Gruß
Grisber
Hallo,
habe aus erster Ehe 2 Kinder 16 + 13 Jahre, die große lebt bei ihrem leiblichen Vater, die kleine lebt in meinem Haushalt. Ein gemainsames Kind 8 Monate ist nun auch da. Nun meine Frage. Darf mein jetziger Mann meinen beiden großen Kindern sagen wann sie ins Bett zu gehen und sich der Körperpflege widmen sollen sagen?, also mein Exmann teilte meine Grossen Tochter mit das mein jetziger Mann rein garnichts zu sagen hätte, was ich nicht glauben kann. Also wenn die grosse bei uns verweilt, ( Ferien, WE) welche rechte hat da mein jetziger Mann?
lg
smjna