Hallo!
Meine Frau und ich leben nun seit fast einem Jahr getrennt und werden uns scheiden lassen. Unsere beiden gemeinsamen Töchter, sowie ihr Sohn aus erster Ehe leben bei mir. Damit ist meine Frau, wie auch der leibliche Vater des Jungen einverstanden, da es sein Wunsch ist.
Es läuft auch alles gut, aber wie sieht es aus mit dem Unterhalt?
Das Kindergeld für meine Töchter bekomme ich, für meinen Sohn nimmt es aber meine Frau in Empfang und weigert sich es mir auszuzahlen.
Der leibliche Vater hat nun begonnen den Unterhalt an mich zu überweisen, was meine Frau zur Raserei bringt. Sie möchte es bekommen. Ich muss anmerken, dass sie nichts bezahlt, für keines der Kinder.
Bisher habe ich alles gezahlt, damit wir unsere Ruhe haben, aber dafür ist das Leben einfach zu teuer.
Kennt sich jemand damit aus? Habe ich Anspruch auf das Kindergeld und den Unterhalt des leiblichen Vaters?
Vielen Dank schonmal,
Theo
Folgender Fall:
Meine Partnerin ist vor 4 Jahren mit ihrem damals 9jährigen Sohn zu mir gezogen. Ich selber bin kinderlos und unverheiratet. Das JA hat für den Jungen die Beistandschaft und versucht seit Jahren erfolglos den Erzeuger zu Unterhaltszahlungen zu verpflichten.
Der leibliche Vater zahlt bewusst keinen Unterhalt und achtet darauf, dass sein "offizelles" Netto-Einkommen die 900€-Grenze nicht übersteigt. Zusammen mit seiner Partnerin führt er ein finanziell unabhängiges Leben, sämtliche Besitztümer gehören offiziell seiner Partnerin.
Ich gehe hart arbeiten und bekomme dank vieler Jahre selbstfinanzierter Weiterbildung per Abendschule dafür gutes Geld, natürlich Steuerklasse 1, sprich : fast die Hälfte des Brutto geht in die Staatskasse.
Meine Partnerin ist Diabektikerin und hat einen 350€-Job von dem sie u.a. ihre Krankenkasse und die Medikamentenkosten bezahlt.
Faktisch zahle ich den Unterhalt für meine Partnerin und deren Sohn.
Das ich für meine Lebenspartnerin aufkomme ist mir sonnenklar und finde ich auch gerecht, aber laut einem Gerichts-Urteil bin ich für das Kind unterhaltspflichtig(!), weil der Kindsvater schön unter der Pfändungsgrenze lebt und mit seiner (wohlhabenden) Lebenspartnerin ein lockeres Leben führt.
(Siehe Rundbrief vom 23.12.08: Stiefeltern müssen finanziell für ihre Stiefkinder in vollem Umfang einstehen)
Wenn ich dem Kind unterhaltspflichtig bin, warum kann ich den Unterhalt nicht von der Steuer absetzten?
Warum zahle ich als unterhaltspflichtiger "Kinderloser" einen Prozent mehr Steuer für PV & RV als der Kindsvater der keinen Unterhalt zahlt?
Warum zählen wir vor der Krankenkasse nicht als Familie sondern müssen zweimal, getrennt bezahlen?
Was ist, wenn meine Partnerin für längere Zeit ins Krankenhaus muss?
Ich habe auf das Kind bezogen keinerlei Rechte, aber muss für sämtliche Pflichten aufkommen!! Ist das Gerecht???
Gibt es keine Möglichkeit, für den Jungen Unterhalt zu beantragen? Warum kümmern sich die Ämter nicht darum, den leiblichen Vater mehr in die Pflicht zu nehmen? ...nur weil ich mit meinem Bruttogehalt als Besserverdiener gelte?
Hallo an euch alle!
Ich würde etwas Input zu schätzen wissen zu folgernder Situation:
Mein Mann und ich sind jetzt fast 6 Jahre fest zusammen, ein halbes Jahr verheiratet, und haben eine 20 Monate alte Tochter zusammen. Für mich ist es die erste Ehe, für ihn die Zweite, aus Letzterer ging auch eine mittlerweile 15 Jährige Tochter hervor.
Von seiner Ex hat er sich erst vor 1 Jahr und 3 Monaten scheiden lassen, mein Mann ist etwas langsam, aber die Scheidung lief problemlos. Sie verzichtete auf jegliche Unterhaltsansprüche sowie einen Versorgungsausgleich. Die Ehe war mehr oder weniger sowieso nur ein Zweckbündnis zu ihrem Vorteil, mein Mann erklärte sich damals bereit, das von einem anderen Mann gezeugte Kind als sein eigenes anzunehmen und sie zu heiraten. Leider ging die Ehe nicht gut und sie verließ ihn mit Kind nach drei Jahren.
In der darauf folgenden Zeit blieben sie trotzdem gute Freunde, verbrachten Urlaube gemeinsam, und er zahlte ihr und dem Kind alles war ihr Herz begehrte. Sie besaß seine Konto-, sowie Kreditkarten und hatte mehr Wohlstand als die meisten Menschen. Arbeiten tat sie nur einmal, Teilzeit für ein halbes Jahr. Das lief so im beidseitigen Einverständnis bis wir uns kennenlernten.
Seit fünf Jahren hat sie jetzt auch einen Partner der bei ihr in dem von meinem Mann finanzierten Haus lebt (mein Mann gab ihr, als wir schon lange fest zusammen waren, ein Drittel zum Haus dazu plus unterschrieb er einen Darlehensvertrag wo er jeden Monat 1000 Euro abzahlt) Ihr Freund ist ein sehr netter Mensch, ist leider finanziell auch nicht sehr verantwortlich.
Das die Scheidung so gut lief hat viel mit der Philosophie meines Mannes zu tun, der freiwillig mehr gibt als er muss, und sie über 20 Jahre hinweg sehr viel von ihm bekommen hat.
Die Vereinbarung bei der Scheidung war, daß sie sämtliche Karten abgibt und er ihr für eine angemessene Periode - bis sie eine Arbeitsstelle gefunden hat - zusätzlich zu den 1000 Euro Darlehnsabzahlung, 300 Euro Schulgeld für die Tochter, noch 500 Euro in Cash jeden Monat überweist. Das sind insgesamt ungefähr 40 Prozent seines Einkommens. Bisher hat sie sich aber nicht sehr bemüht Arbeit zu finden, und auch ihr Partner scheint es nicht eilig zu haben genug eigenes Geld zu verdienen. Mein Mann fragt ab und zu nach wie es denn steht, lässt aber alles weiter so laufen. Sie hat mir mal am Telefon gesagt (warscheinlich als Rechtfertigung ihres Verhaltens), daß er ihr vor langer Zeit versprochen habe, sie bräuchte sich nie ums Geldverdienen zu sorgen, er würde ihr Leben lang für sie da sein.
Nun ist es so, daß seine Ex und ihr Partner (mein Mann unterstützt den Wunsch) gerne eine intensivere Beziehung zu uns hätten (gemeinsame Urlaube, Feiertage), aber ich als Einzige mich dagegen sträube aus verschiedenen Gründen die ich nicht alle hier aufführen kann. Der Hauptgrund hat aber damit zu tun, daß mein Mann in finanzieller Hinsicht mit seiner Ex keine Struktur findet, keine Grenzen zieht. In dieser Situation fühle ich mich nicht wohl. Sie benimmt sich als wär sein Geld noch ihr Geld + das ihres Partners dessen Tochter in den Ferien da ist von unserem Geld mitfinanziert wird ("Sie konnte nicht arbeiten weil sie das Kind beaufsichtigen musste")
Meine Frage ist, ob es mir zusteht mich einzumischen wenn mein Mann es wählt sein, bezw. unser Geld, an diese Frau zu verschenken? (wir haben öfter Streit deswegen, es belastet unsere Beziehung) Rein rechtlich hat sie keine Ansprüche mehr.
Er tut es nur für seine Tochter wie er sagt... (die nicht einmal seine Leibliche ist!!) --- ich befürworte aber natürlich, daß er für die Tochter eine angemessene Unterstützung gibt - (wieviel?) schließlich ist sie ja rechtlich wie gefühlsmäßig seine Tochter.
Aber seine Gutmütigkeit war bisher keine wirkliche Hilfe für diese anderen Personen in unserer Patchwork Familie um auf eigenen Füssen stehend zu uns in Beziehung zu treten. Nur so sehe ich überhaupt eine Grundlage auf der sich ev. Weiteres aufbauen kann.